ANAL CUNT – Fuckin`A / Review
A.C. – Fuckin` A
PATTAC Records/Wicked Sick Records/Cockroach Media
Rock N`Roll, Grindcore
CD/LP
10 Tracks (29:53 Min.)
Nach dem 1999er Release It`s Just Getting Worse (Earache) nun mal wieder ein neuer ANAL CUNT- Longplayer. Fuckin`A heißt die neue Scheibe, welche im Oktober über PATAC Records und Wicked Sick Records veröffentlicht wird.
Was muss man da noch groß sagen/schreiben. Wer Seth Putnam und seine Jungs kennt, weiß was ihn erwartet. Obszöner und provokanter Grindcore mit einem großen Maß an political incorretness ! Obwohl man sagen muss, dass es sich bei den hier dargebotenen 11 Songs musikalisch nicht um das ANAL CUNT so prägende Noisegeballer der frühen Neunziger handelt. Man mag sich erinern: “Some Songs”, “Som More Songs”, “Even More Songs ” und wie sie alle hießen. Kaum eine Band schaffte es wohl Platten mit 40 Songs (4o Top Hits oder auch 40 More Reasons To Hate Us), 56 Songs (Everyone Should be Killed) oder sogar (…dies war mir bis gerade gänzlich unbekannt) ein Album mit 110 Songs in nur 21:56 Minuten hervorzubringen. Alter Falter. Und kaum eine andere Band schaffte es wohl ebenfalls, so viele andere Bands des eigenen, aber auch fremder Genres auf`s wohlbekannte Korn zu nehmen. Man geht mit der Zeit bei ANAL CUNT: Wurden früher noch die BEE GEES mit einer Stayin`Alive Oi!-Version oder EDDY GRAND mit einer Neuinterpretation zu I Don`t Wanna Dance beschenkt, so sind es heute beispielsweise THE DILINGER ESCAPE PLAN, die ihr Fett wegkriegen. Mehr auf alles Scheißen als bei ANAL CUNT geht halt nicht. Allein der Name spricht Bände. Weitere Songverarschen galten dann im Übrigen noch EMF zu deren Unbelievable oder dem legendären Shout der TEARS FOR FEARS. Ach ja, Breaking The Law von PRIEST musst auch noch herhalten….
Die Hier produzierten Songs sind da zumindest musikalisch etwas anders und führen eher die Ära der rockenden und strukturreicheren Songs der Jungs aus Massachussetts weiter. Viel mehr Rock N`Roll insgesamt, weniger Grind. Wer beispielsweise den Radio Hit von der Morbid Florist mag, ist hier definitiv an der richtigen Adresse.
Der Sound: extrem dreckig, … lediglich bestehend aus Gitarre, Sachlagzeug und Bass bildet das perfekte Gefährt für die sicken und angepissten Vocals von Seth Putnam, die ausnahmsweise mal in jedem Song mit richtigen Lyrics aufwarten, was in gleicher Weise überraschend wie gut ist. Past halt besser zu dem hier dargebotenen Cock N` Roll. Inhaltlich natürlich nicht minder obszön, krank und provokant als eh und jeh. Meine Anspieltips/Empfehlungen für Fuckin` A sind in jedem Fall Fuck Yeah, Loudest Stereo und Hot Girls On The Road ! Super Scheibe bis auf I Wish My Dealer Was Open, der mich persönlich nur nervt. Aber das soll er ja vermutlich auch, also auch super.
Seth Putnam himself promoted das neue Album im Übrigen wie folgt: “THIS IS THE MOST KICK ASS HEAVY METAL ROCK AND ROLL RECORD EVER RECORDED.”
Tracklist: ANAL CUNT – Fuckin`A
1) Fuck Yeah
2) Crankin’ My Bands Demo on a Box at the Beach
3) Loudest Stereo
4) Kicking Your Ass and Fucking Your Bitch
5) Hot Girls on the Road
6) Whiskey, Coke, and Sluts
7) All I Give a Fuck About Is Sex
I’m Gonna GIve You AIDS
9) Yay! It’s Pink!
10) I Wish My Dealer Was Open
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