DEATH – Human (Reissue) / Review Nummero 1

 

DEATH – Human (Reissue)
Relapse Records
(VÖ: 01.07.2011)
2CD/

1991: Death veröffentlichen mit Human eine der besten Death Metal-Scheiben aller Zeiten. Kein Wunder bei dem Line-up. Mit Sean Reinert (Cynic), Paul Masvidal (Cynic) und Steve DiGiorgio (Sadus) fand Chuck Schuldiner drei weitere Metal-Götter, um seine Visionen zu vertonen. 2011: Nach 20 Jahren wird die Platte neu aufgelegt: soundtechnisch aufpoliert und mit über einer Stunde (!) bisher unveröffentlichtem Material.
Auch heute noch klingt das Songmaterial ultraheavy. Und auch nach 20 Jahren hat sich kein Track abgenutzt, dass er angestaubt klänge – im Gegenteil. All killer, no filler! Schwierig, da Highlights rauszugreifen. Dennoch seien drei Titel besonders erwähnt: Lack of Comprehension mit seinem saucoolen Flangerdrum-Intro, das schädelspaltende Flattening of Emotions und natürlich das erhabene Instrumental Cosmic Sea mit Skott Carino am Bass (Traumsolo). Dominiert wird die Platte von der übermenschlichen Schlagzeugarbeit Reinerts, der zusammen mit Bandpartner Masvidal nur zwei Jahre später ein weiteres Jahrhundertwerk veröffentlicht (Focus). Im Vergleich zu den ersten drei Platten ist das Material auf Human in Sachen Technik und Progressivität einen Riesenschritt nach vorne und war vor 2 Jahrzehnten absolut richtungsweisend.
Zum Jubiläum gibt es nun die regulären Songs von Jim Morris, dem alten Bandproduzenten, neu gemischt und jede Menge Bonustracks – nämlich 21. Darunter das Kiss-Cover God of Thunder, jede Menge Instrumental- und Demoversionen. Wer das Album noch nicht kennt (warum zur Hölle auch immer) kann mit dem Re-release nichts falsch machen und Eingeweihte können massig Neues entdecken. Dieser Tage wurde außerdem das letzte Lebenszeichen von Death, The Sound of Perseverance, neu aufgelegt. Fehlt nur noch das Nachfolgealbum von Human – das in meinen Ohren noch bessere Individual Thought Patterns. Eigentlich geht’s ja nicht besser als perfekt, aber Chuck hat’s geschafft, RIP.

21.07.2011, Lars Otten

Das DEATH – Human  Review von Jay B. lesen !

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