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BRUJERIA – Show (SZIGET`09)
SIRENS-Drummer Jörg B. (ex- ENTRAILS OUT!, MOVIES OF THE FUTURE, ZAROMAN) mag es explosiv ! Als Freund und Star-Autor von METALMASCHINE.de berichtet er im Folgenden von der BRUJERIA-Show auf dem SZIGET FESTIVAL in Ungarn.
SZIGET 2009 Spezial – BRUJERIA
“Unverhofft kommt oft: Neben einem erstaunlich schwachen Metal-Programm, mit reichlich unbekanntem und zu fast 100 % ungarischem Wald – und Wiesen Stahl, hebt das Line-Up des diesjährigen SZIGET-FESTIVAL`s in Ungarn doch tatsächlich ein echtes Bonbon hervor: Die seit über 15 Jahren bestehenden BRUJERIA!
Viele Mythen und Gerüchte rankten sich seit jeher um die Band: von Drogenguerilla aus Kolumbien war die Rede, Aufnahmesessions im Dschungel mit Mitgliedern illustrer Bands wie FAITH NO MORE, FEAR FECTORY, AT THE GATES etc. Kurz: ein absolutes Muss!
Zur Bewältigung der Massen und um der enormen Vielfalt des Festivals gerecht zu werden, spielen die Bands/Acts auf 13 Bühnen parallel um die Gunst der knapp 390.000 Besucher im Herzen Budapests. Und so kommt es nicht selten zu Überschneidungen wie in diesem wirklich krassen Fall, indem BRUJERIA gegen die zeitgleich auf der Hauptbühne startenden THE PRODIGY antreten müssen. Und da neben dem stark unterschiedlichen Bekanntheitsgrad auch die die Guerilla-Taktik in der direkten Konfrontation den Kürzeren zieht, ist es nicht verwunderlich, dass sich gerade mal 250 Metal-Heads zum Konzert eingefunden haben. Aber immerhin. Diese haben, ohne Frage, Grund zur Freude! Denn die mit Tüchern vermummte Band ballert prompt ihre Mischung aus Gedresche und zähen Doom-Parts los. Dann fliegt die Tarnung der Band auf,… zumindest eines der Mitglieder läßt sich problemlos identifizieren: Shane Embury von NAPALM DEATH an der Gitarre !
Die begeisterten Fans feiern ihre Helden. Insbesoneredie sympathische und ordentlich bauchbehangene “Frontmann-Schönheit” in Lederkutte, welche die Liedpausen mit reichlich spanischen Ansagen füllt. Der Sound ist druckvoll und differenziert, die Band spielt sauber und hat ordentlich Dampf im Hintern, klasse!
Für den Rezensenten wirken die Songs jedoch etwas zu beliebig und schlagen ihn daher nach ca. 30 Minuten zu den Mitbewerben von THE PRODIGY. Die eingeschworene Meute vor der Bühne feiert weiter und saugt begeistert die Message der Band in sich auf: “Marihuana: Si!, Con Tobacco: No! Tobacco kills… Haha, super!”
JB, Bochum 22.08.2009




